Wie Entwickler von Skype in einem Interview der NY-Times mitteilen,
wird das aktuelle Problem mit dem Skype-Netzwerk durch einen Fehler im
Skype-Client verursacht, der bereits seit den ersten Versionen im Jahre
2003 existiert.
Skype basiert auf dem Konzept von hybriden P2P-Netzwerken. Bei dieser Mischung von Client-Server-Architektur und P2P-Architektur, existieren neben den P2P-Clients zentrale Instanzen die den Zugang zum P2P-Netzwerk regeln oder andere Dienste anbieten. Zusätzlich unterteilen sich die Skype-Clients in sogenannte Supernodes und normale Clients. Normale Skype-Clients sind mit einem Supernode verbunden, der diesen Informationen über das Skype-Netzwerk übermittelt, Suchanfragen nach Kontakten weiterleitet und einiges mehr. Diese Superpeers bilden somit den Backbone des Skype-P2P-Netzwerkes.
Der Fehler im Skype-Client scheint nun in der Verbindung zu den zentralen Instanzen, den Authentifizierungsservern, zu liegen so dass eine Anmeldung am Skype-Netzwerk nicht mehr möglich ist. Auf die Frage warum der Fehler bisher nicht aufgetreten ist und plötzlich das gesamte Netzwerk lahmlegt, kann der Entwickler keine richtige Antwort geben, eventuell hängt dies mit Problemen an Internet-Backbones in einigen Teilen der Welt zusammen.
Was bedeutet das nun?
Sollte es den Entwicklern von Skype nicht gelingen, das Problem ohne Updates an den Clients zu lösen, müsste sich jeder aktive Skype-Nutzer die bereinigte Version vom Server runterladen und bei sich installieren. Man darf also sehr gespannt sein, wie die letztendliche Lösung für den Zusammenbruch des Skype-Netzwerkes aussieht und insbesondere darauf, wie diese von Skype kommuniziert und erklärt wird.